Finanzverantwortliche in deutschen Unternehmen sind sich nach wie vor unsicher, wie die künftige Strategie der Deutschen Bank im Firmenkundengeschäft aussehen wird. Das ist das Ergebnis einer anonymen Online-Umfrage des Fachmagazins „FINANCE“, an der sich im Juni dieses Jahres 117 CFOs, Leiter Finanzen und Treasurer aus deutschen Mittelständlern und Konzernen beteiligt haben. Rund 73 Prozent haben nach eigenen Angaben eine aktive Kundenbeziehung zur Deutschen Bank.

Zwar begrüßen 60 Prozent der Befragten den personellen Neuanfang im Vorstand des Geldhauses. Doch die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen. Nur rund 11 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Vertrauen in die Bank dadurch nicht gelitten habe.

Die Hälfte der befragten Finanzchefs ist nach eigener Aussage zurzeit unsicher, wie die künftige Entwicklung der Deutschen Bank aussehen wird. Auch bei den Konsequenzen der Neuausrichtung für das eigene Unternehmen sehen die Finanzverantwortlichen noch nicht sehr klar. 45 Prozent geben an, dass die Bank die Änderungen noch nicht an das Unternehmen kommuniziert habe. Weitere 15 Prozent trauen sich zurzeit keine Beurteilung der Lage zu.

Befragt danach, welche Entwicklungen sie in den kommenden zwölf Monaten bei der Deutschen Bank für wahrscheinlich halten (Mehrfachnennungen waren möglich), fürchten einige Finanzverantwortliche negative Szenarien. Am häufigsten nannten sie eine neue Segmentierung der Zielgruppen (58 Prozent). Fast 30 Prozent erwarten einen häufigeren Wechsel ihres Firmenkundenbetreuers. 33 Prozent rechnen zudem damit, dass Entscheidungen künftig stärker in London getroffen werden.

Nach wie vor zählt die Deutsche Bank für die meisten Befragten zu den drei führenden deutschen Banken im Firmenkundengeschäft (zur Wahl standen insgesamt zehn deutsche Bankhäuser, zudem konnten die Teilnehmer weitere Institute vorschlagen). Am häufigsten genannt wurde allerdings der Wettbewerber Commerzbank: Sie zählt für knapp 84 Prozent der Teilnehmer zu den drei führenden deutschen Banken im Firmenkundengeschäft, die Deutsche Bank zählt für rund 71 Prozent dazu. Die drittmeisten Stimmen erhielt schon mit deutlichem Abstand die HypoVereinsbank (47 Prozent).

Eine ausführliche Auswertung der Umfrage, ergänzende Einschätzungen aus Tiefeninterviews mit CFOs sowie die Kommentare der Deutschen Bank zu den Ergebnissen lesen Sie in der Titelgeschichte der „FINANCE“- Ausgabe Juli/August 2015, die am Freitag, 17. Juli, erscheint.

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